Flug von Hans-G. Kockerscheidt am 11.08.2013
Flugeigenschaften
Hans-G. Kockerscheidt
Pilot: Hans-G. Kockerscheidt
Verein: DFC Vulkaneifel
Team: Schwanzlastig getrimmt
Fluggerät:
Atos VR11  
Geräteklasse:
  HG FAI-5 (Starrflügel)
Flugaufgabe:
JOJO  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 13:02 Uhr  -  Hinterweiler UL-Schlepp
Landeplatz: 15:58 Uhr  -  Wetzlar - DE[~4,01km]
Flugzeit: 2:56
Strecke: 129,35 km
Punkte: 194
Höhe min/max (GPS): 146m / 1831m
Steigen min/max: -4,6m/s / 7,4m/s
Geschwindigkeit max: 78,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 50,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 44,1km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 12.08.2013 19:29:50
Flugbericht
Als erstes wurden Edward und ein Doppelsitzer geschleppt. Kurz bevor ich mich ans Seil hängte, war Edward schon wieder zurück und landete wegen einer Fehlfunktion seines Varios. Das Problem konnte glücklicherweise aber dann doch noch schnell behoben werden.
Mein Schlepp war bockig und machte nicht wirklich Spaß. Vor mir turnte Walter auf und ab und gab sein Bestes. Bei ca. 300m über Grund konnte ich klinken und es ging gleich hinauf bis fast an die Basis. Danke an Walter! Der Wind trieb mich vom Platz weg. Oben angekommen, konnte ich sehen, dass Walter Edward ans Seil genommen hatte und beide zum zweiten Mal Rodeo reiten durften. Leider war unsere Funkverbindung diesmal eher schlecht. Später stellte sich heraus, dass mein Antennenkabel gebochen war. So musste ich also alleine meine Thermikkreise ziehen.

Was mir an diesem Tag auffiel, war der krasse Unterschied zwischen den recht ruhigen Phasen und der Achterbahn, die einen in der Thermik erwartete. Selten hatte ich Bärte, in denen ich mich entspannen konnte. Nachdem ich den Nürburgring, den Laacher See und schließlich den Flugplatz Mendig passierte, um dann den Rhein in Höhe Koblenz zu überqueren, erinnerten mich die Verhältnisse manchmal eher an Fluggebiete wie Laragne oder St. Andre Les Alpes. Naja, vielleicht nicht ganz so.... :-)  Aber klar war, dass da kräftig im Topf der Windscherungen aus unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten und kräftiger Thermik gerührt wurde.

Toll war der Anblick bei Koblenz. Zur Rechten lag gegenüber des "Deutschen Ecks" trutzig die Festung Ehrenbreitstein, wo sich Mosel und Rhein treffen. Etwas weiter moselaufwärts lag der Flugplatz Koblenz Winningen. Voraus, in Flugrichtung, schlängelte sich die A48 aus dem Rheintal hangaufwärts in Richtung Osten durch das dunkle Grün der ausgedehnten Waldgebiete. Der weitere Flug führte über Montabaur und an Hadamar vorbei. Oft beendete ich das Kurbeln weit unter der Basis, um gut durchgeschüttelt, halbwegs in Kursrichtung fliegend, gerade noch unter der Wolke über mir hindurchzuschlüpfen.

Nordöstlich von Hadamar habe ich ich es dann wohl mit der Gleitstrecke ein wenig übertrieben und sah mich schon am Boden stehen. Es kostete mich in der ruppigen Thermik eine halbe Stunde, bis ich wieder sichere Höhe erreichte. Währenddessen kam ich mir zuweilen vor, wie auf einer neuen Kirmesattraktion. Achterbahnfahrt mit abrupten Bungeespringen....  Super! Egal, jedenfalls konnte ich mich wieder ausgraben. Ich weiß nicht, ob es an dem Wasser lag, das ich unterwegs aus dem Camelback getrunken hatte, oder aber mir einfach durch die ganze "Rauf-und-Runter-Thermik" erstmals beim Fliegen schlecht wurde. Jedenfalls hatte für heute einfach die Nase voll. Also abgleiten und die Bärte stehen lassen, die immer wieder an meinem Flügel zerrten, um mich dann doch nur wieder in den Thermikmixer zu werfen. Wirklich schade, aber es ging für mich in Ordnung, kurz vor Wetzlar die schöne gemähte Wiese anzufliegen und den Flug so früh zu beenden.

Vielen Dank an Petra für die stundenlange Fahrt, um mich aus Wetzlar zurück zu holen und auch an Astrid, die dafür selbstlos sofort ihren eigenen Wagen zur Verfügung gestellt hat, weil ich meine Dachgepäckträger vergessen hatte.
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