Flug von Carlos Reguera am 04.08.2019
Flugeigenschaften
Carlos Reguera
Pilot: Carlos Reguera
Verein: Die Moselfalken
Team: Zapfenpflücker
Fluggerät:
Mentor 5 S  
Geräteklasse:
  GS Sport high (EN A+B mit einer Streckung >=5,2)
Flugaufgabe:
JOJO  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 14:31 Uhr  -  Calmont-Hochkreuz/Bremm Start (SSO-SSW)
Landeplatz: 17:15 Uhr  -  Außenlandung
Flugzeit: 2:44
Strecke: 43,66 km
Punkte: 130
Höhe min/max (GPS): 235m / 2282m
Steigen min/max: -12,0m/s / 12,0m/s
Geschwindigkeit max: 63,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 35,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 16km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 04.08.2019 18:06:47
Flugbericht
Und da war sie wieder - die Bremmschlange... Nicht, dass ich sie vermisst hätte, aber irgendwie gewöhne ich mich an sie. Nee, war nur Spaß. Wäre schon klasse, wenn der Startplatz etwas breiter wäre, oder man rechts vom Start am großen Feld starten könnte, dann hätte man Platz wie in Klüsserath ggg :-D
Nun gut, hilft ja nix. Also einfach nur auf optimalen Startwind warten und die Schlange setzt sich wieder ein Stück in Bewegung.
Was soll ich sagen: Alle die vor mir starteten, hatten es nicht leicht. Es wollte nicht so richtig nach oben gehen. Als ich dann dran war, hätte ich mich fast wieder freiwillig hinten angestellt. Aber man glaubt ja, es doch irgendwie zu schaffen. Pustekuchen! Gar nix hab ich geschafft - aber zumindest bis zum Landeplatz. Also auf ein Neues. Zumindest kam ich schnell wieder hoch zum Start. Vielen Dank für die Mitfahrgelegenheit.
Die Bedingungen waren zwischenzeitlich nicht übermäßig besser geworden. Erstmal ein Nickerchen auf der Mauer gemacht :-)
Irgendwann gegen 1400h wurde es aber doch besser und es konnten sich mehrere halten und sogar teilweise aufdrehen. Also wieder angestellt und diesmal hab ich den - wenn auch sehr bockigen - Einstieg gefunden. Da wollte ich weg. Bin Richtung Neef geflogen, in der Hoffnung, da einen sanfteren Bart zu ergattern. War aber nix (nicht nur kein sanfterer Bart, sondern gar keiner). Zurück Richtung Start und wieder Achterbahn.
Durchgebissen und mit 1500m Richtung Süden abgeflogen. Da waren schon ein paar Schirme unterwegs und ich dachte, das sieht ganz gut aus. War aber zäh, irgendwie kam ich nicht so richtig vorwärts. Zumindest kam es mir so vor. Umgedreht und wieder Richtung Neef. Wieder nix gefunden.
Da verließ mich ja schon so ein wenig die Lust und wollte die Höhe nutzen, um toplanden zu gehen. Auf dem Weg kam aber wieder dieses ungleichmäßige Gezupfe am Schirm und ich meine ein Flüstern gehört zu haben: "Komm, versuch es noch mal." Widerwillig eingedreht und mich hoch und wegtreiben lassen. 1200m und fast schon über dem Golfplatz. Der Blick zum Start sagte irgendwie, das könnte knapp zurück werden. Deswegen: Was solls - Augen zu und weiter Richtung Sehl und dort über die Mosel. Siehe da: Ein Bart! Ganz für mich alleine! Wie schön. Gedreht und gedreht und die letzten 200 bis 300 Meter begleitet von Martin Droste, der sah, wie gut der Bart zog und sich dazu gesellte. Bei 2280 gings nicht mehr wirklich höher, noch einmal kurz in mich gegangen "zurück versuchen, oder einfach mal weiter mit dem Wind?" Die goldenen Felder Richtung Norden leuchteten so schön. Entscheidung gefällt und los mit der Gewissheit, dass es da nicht mehr so einfach wäre, einen Aufwind zu finden. So war es dann auch.
Die Höhe reduzierte sich merklich und keine Thermik in Sicht. Wolken, die einladend aussahen lösten sich bei Erreichen einfach auf. Skandal! Mit 900 Meter Höhe kreiste ich dann über Kaifenheim und suchte nach einer geeigneten Landewiese nahe der Autobahnauffahrt, um dann dort wenigstens gut eingesammelt werden zu können.
Aber es war doch noch nicht zuende. Ein leichtes Steigen fand ich über dem Ort und wollte es wissen. Während ich so meine Runden dort drehte, kommt ein Tandem im Geradeausflug auf meiner Höhe vorbeigezischt. War der Jens, aber der fand meine Thermik wohl nicht so gut und ist weiter geflogen :-D Ich konnte nochmal bis 1800 aufdrehen und flog Richtung Mayen. Dort angekommen wieder die Suche nach dem Aufwind. Südlich vom Ort waren zwar ein paar Blubber, aber nichts greifbares. Letzter Versuch über dem Steinbruch, dachte ich.
Auf dem Weg dorthin passierte es dann. Ich hörte irgendwie ein leises flappern links hinter mir. Kopf gedreht und schau einem UL genau ins Cockpit :-O Der hat mich wohl auch in dem gleichen Moment entdeckt und zieht steil links weg, so dass ich nur noch die Unterseite der Tragfläche sehen konnte. Abstand? Vielleicht 100 Meter...  blödes Gefühl. Hat wohl kein Flarm an Bord gehabt, oder meins funktioniert nicht mehr :-(
Nach dem Schreck war mir auch nicht mehr so nach fliegen zumute und über der Kante am Steinbruch zog es auch nicht mehr. Hinter der Kante war eine schöne große Wiese, dort setzte ich dann zur Landung an. Alles in Allem - abgesehen von dem UL - ein sehr schöner Flug.
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Kommentare
geschrieben von Jens Preißing
Jens Preißing
Huhu , ja echt schade das wir uns verpasst haben.
Wir hätten Suse und Dich mit zum Italiener nach Neuwied genommen. (:.
Vielleicht ein anderes mal LG Jens und Petra
geschrieben von Uli Derousseaux
Uli Derousseaux
Sauber👍
geschrieben von Peter Bienek
Peter Bienek
Klasse gemacht, Carlos
geschrieben von Andrew Mogg
Schöner Flug, Carlos. Hast Du Hunger gekriegt und wolltest zum Mäckes?
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