Flug von Benjamin Moos am 30.07.2019
Flugeigenschaften
Pilot: Benjamin Moos
Verein: Kurpfälzer Gleitschirmflieger
Team: K2 Team
Fluggerät:
Cayenne 5 S  
Geräteklasse:
  GS Intermediate high (EN C mit einer Streckung >=6,4)
Flugaufgabe:
JOJO  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 13:29 Uhr  -  Schriesheim/Ölberg Start (SW-W)
Landeplatz: 18:55 Uhr  -  Außenlandung
Flugzeit: 5:26
Strecke: 144,74 km
Punkte: 398
Höhe min/max (GPS): 290m / 2149m
Steigen min/max: -6,0m/s / 7,0m/s
Geschwindigkeit max: 79,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 43,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 26,6km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 30.07.2019 23:32:44
Flugbericht

„Wolkenthermik nach Art einer Blauthermik“

 

So oder so ähnlich hätte es wohl auf der Speisekarte des Meteo-Restaurants gestanden,das ich heute besucht habe, und ich bin mir nicht sicher, ob ich bei dem Angebot nicht doch den „Hangaufwind mit Jus vom Weinberg und anschließendem Landebier“ gewählt hätte – was sehr schade gewesen wäre :-)

Der Tag begann – wie für Schriesheim typisch – mit dem herum navigieren um den Einflugkorridor und der Suche nach DEM Bart, der daran vorbei in die Freiheit führt. Also: erst mal aufdrehen bis zum Deckel, dann raus Richtung Dossenheim und auf das verheißungsvolle Zupfen und Piepsen lauern… Der erste Bart über dem Steinbruch Dossenheim zieht gut durch und ich hege schon große Hoffnung, dann aber versetzt er zu stark in den Korridor rein und das Steigen ist weg… Also nix wie wieder raus und weiter suchen. Die nächste Thermik eine Kante weiter zieht besser durch und geht mit 2-3 m/s auf 1500m, weiter hinten dann auf 1800:Nach dem Warten auf die Bedienung kommt also endlich das Amuse-Bouche und somit das Signal zum Aufbruch ins Menu des Tages :-) Wie so oft schwächelt es dann hinter der Bergstraße erstmal und über Wilhelmsfeld ist schon das erste Basteln angesagt. Immer die Worte von Bruce (50 ways to fly better…) im Kopf ‚Do your scratching high!‘ suche ich schon hoch nach dem rettenden Aufwind, auch wenn esnur marginal hoch geht. Das kann ja noch lustig werden, denke ich mir, schon vor Augen wie ich mal wieder im Odenwälder Niemandsland vergeblich den Daumen raus strecke…

Jedoch,der Tag spielt mir in die Karten und lupft mich mit einem 3 Meter Bart direkt aus der Misere an die Basis, die Vorspeise ist serviert! Immer unter den Wolkenentlangjuckelnd geht’s dann recht flott bis Mudau, wo es mich aber nach Buchen runterspült. Hier ist nun die große Bastelstunde des Tages angesagt, in der Küche ist wohl gerade Schichtwechsel! Nach einigem Hin und her geht’s dann erst zögerlich, dann zügig wieder nach oben, just als Stefan über mir erscheint – er hatte seine Bastelstunde schon am Ölberg und hat jetzt aufgeschlossen. Um Walldürn herum kreisen wir ein paarmal gemeinsam, dann trennen sich unsere Wege wieder, er hat sich ein Hauptgericht weiter nördlich ausgesucht – und dabei das Dessert vergessen ;-)
Für mich geht es jetzt mit der o.g. Hauptspeise weiter, die Wolken sehen dabei zwar immer super aus, wollen sich aber so gar nicht wie Wolken verhalten und verweigern ihre Markierungsfunktion. So geht es auf gut Glück und eigentlich dann doch recht zügig von Aufwind zu Aufwind, bis ich mich ab Mart Bibart endlich am Dessert erfreuen kann, einem mit „Melange aus glass-off mit Streuseln aus Abend-Thermik“, bis ich in Neustadt an der Aisch schließlich aufsetze nach meinem bisher weitesten Flug. Als Digestif genieße ich noch die Mitfahrgelegenheit zum Bahnhof durch einen Segelflieger vom nahe gelegenen Flugplatz, und dann kommt auch schon die Rechnung: 60,30 € für die Heimfahrt nach Heidelberg – Ich bereue nichts! :-)

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