Flug von Daniel Menet am 16.06.2019
Flugeigenschaften
Pilot: Daniel Menet
Verein: Die Moselfalken
Team: Meandertalair
Fluggerät:
Mantra M7  
Geräteklasse:
  GS Performance low (EN-D und einer Streckung von <7,3)
Flugaufgabe:
JOJO  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 11:59 Uhr  -  Ockfen Start (SW)
Landeplatz: 16:43 Uhr  -  Petersberg Landeplatz
Flugzeit: 4:44
Strecke: 74,98 km
Punkte: 198
Höhe min/max (GPS): 94m / 1565m
Steigen min/max: -6,0m/s / 8,0m/s
Geschwindigkeit max: 83,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 36,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 15,8km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 16.06.2019 22:51:14
Flugbericht
Der Tag begann eigentlich genial und laut Rasp und Segelflugwetterbericht sollte es nur lokal abschatten, aber leider war dem nicht so

In Ockfen dauerte es eine Weile, bis Hermann endlich einen durchziehenden Bart geortet hatte. Rein und hoch damit. Als ich dann in Flugrichtung schaute, war schon fast alles in eine grossflächige Abschattung getüncht. So schaltete ich auf Sparmodus und nahm die letzten Blubber des Bartes mit und liess mich vom Wind treiben. Hermann zog schon früher davon und verlor dann leider viel Höhe.

Ich schaute nach jedem Sonnenfleckchen und da ging es dann auch. Bis Thomm funktionierte das noch so halb. Dann schien es aus zu sein. Ich versuchte mich nach Klüsserath zu retten, wo viele Schirme am Hang soarten und fand auf dem Weg bei Mehring noch die notwendigen Blubber. Die Bettelmönche von Klüsserath wollten mich zuerst nicht so richtig willkommen heissen. Viel Hoffnung war auch nicht mehr – rundum keine Sonne mehr. Aber dann zog doch eine fette dunkle Cumulus auf uns zu und die zog mich und noch einen Schirm aus Klüsserath hoch.

Auch der Kollege war leider nicht geduldig genug und verlor viel zu schnell seine Höhe wieder. Ich nahm wieder alles mit, was ich bekommen konnte und mogelte mich nach Graach. Da war der Wind zu sehr von West und keiner in der Luft – nur ein paar Schirme am Startplatz. Irgendwie zog auch hier wieder ein Wölkchen unter der Abschattung hoch und ich nahm das Steigen dankbar an. So ging es weiter bis Neef. Und da übte ich mich eine Ewigkeit in Geduld. Es wollte einfach nicht mehr hoch gehen.

Der Wind liess nach und ich sprang nach Bremm rüber, wo ein Schirm am SP ausgelegt war. Hinter der Kante ging es wieder etwas hoch, aber nicht genug, um den Sprung nach Cochem zu machen. Endlich kam die Sonne wieder raus und ein paar zerfetzte Cumuli zeigten sich wieder. Ich flog vor Richtung Neef in der Hoffnung, da endlich das rettende Steigen mitnehmen zu können. Aber da war gar nichts mehr und meine Fluggeländetour war vorbei.

Der Schirm in Bremm startete übrigens kurz bevor ich landete und konnte sich da noch lange halten.

Kurz nach der Landung kam ein älterer Herr, Harry Wehrmann,der sich wunderte, woher ich gekommen sei. Er fuhr mich dann bis nach Bullay, von wo ich eine perfekte Verbindung mit dem Zug nach Saarburg hatte. Hermann fuhr mich dann gleich zum Auto nach Ockfen und so war ich etwas mehr als 2 Stunden nach der Landung mit der Familie in Saarburg im Biergarten beim Abendessen.

Obwohl die Strecke deutlich kürzer wurde, als erhofft, war das ein rundum schöner Tag!
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Kommentare
geschrieben von Martin Pieper
Martin Pieper
Daniel,
Du hast meinen größten Respekt. An so einem Tag so weit zu kommen, Hut ab. Hast das Maximale rausgeholt. Gruß Martin
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