Flug von Ralf Böhm am 01.07.2006
Flugeigenschaften
Ralf Böhm
Pilot: Ralf Böhm
Verein: D.G.F. Rhein-Mosel-Lahn
Team: UP AND DOWN
Fluggerät:
FreeX Moon (DHV 1-2)  
Geräteklasse:
  GS Sportklasse (bis DHV 1-2 einschl.)
Flugaufgabe:
Zielflug  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 10:57 Uhr  -  Boppard Start (NO-SO)
Landeplatz: 15:17 Uhr  -  Bronsfeld
Flugzeit: 4:20
Strecke: 85,8 km
Punkte: 215
Höhe min/max (GPS): 229m / 2336m
Steigen min/max: -4,2m/s / 4,6m/s
Geschwindigkeit max: 65,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 35,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 19,8km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 01.07.2006 00:00:00
Flugbericht

Viele hielten mich für verrückt, dass ich mir für dieses Jahr als Ziel vorgenommen hatte, einen Hunderter zu schaffen. Am Samstag wäre es möglich gewesen! Jedoch aufgrund akuten Wassermangels, leichte Krämpfe im rechten Waden und der Tatsache, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich nicht doch noch in irgendwelche Luftraumbeschränkungsgebiete fliege, bin ich in der Nähe von Schleiden gelandet. Mein weitester Flug überhaupt, aber auch mein längster! In Boppard zusammen mit vielen gestartet, aufgedreht und ein paar hundert Meter gemacht, dann zum nahegelegenen Golfplatz geflogen und fast abgesoffen. Mit etwa 100 Meter unter Startplatzniveau langsam und wieder raufgekämpft bis zum Startplatz, dort kurz Höhe gehalten und dann von einem Superbart erfasst ab in den Himmel. Mit konfortabler Höhe über dem Gedeonseck entscheide ich mich fürs Wegfliegen - Uli kommt mit. Und anders als sonst kommen wir über Nörtershausen nicht ins große Saufen sondern finden einen schönen Bart, der uns bis zur Mosel begleitet. Überall entstehen in kürzester Zeit neue Wolken, die sich aber genauso schnell wieder auflösen. Also suchen wir dunstige Stellen, hoffen und freuen uns, wenn eine Wolke ensteht und es aufwärts geht. So fliegen wir gemeinsam bis hinter Mayen. Dort kommt Uli leider in großes Saufen, während ich meine Höhe halten kann. Also alleine weiter - auf zum Nürburgring (dort schaue ich mir kurz das gerade laufende Motorradrennen an). Es wird immer einfacher, oben zu bleiben. Eigentlich geradeaus fliegen, warten, bis sich Steigen ankündigt - ach ja, da bildet sich wieder eine Wolke - eindrehen, Höhe machen und weiter geradeaus. So geht es bis ca. 10 km vor Blankenheim. Meine Konzentration hat merklich nachgelassen und ich werde mit konstantem Saufen belohnt. Ich steuere auf ein Dorf zu und schaue mich nach einem möglichen Landeplatz um, oh wird das eng, ah dort ist eine gemähte Wiese, daneben ein Trekker mit Heuwender in Aktion - aber halt, was weht denn da durch die Getreidefelder? Den Bart krieg ich - und statt zu landen geht es ruppig aber konstant wieder nach oben. Also doch noch weiter. An Blankenheim vorbei - dort landete ich vor zwei Jahren mal - und an einem Flugplatz, von dem alle paar Minuten Segelflieger im Schlepp starten. Plötzlich finde ich mich mit einem halben Dutzend Segelfliegern im gleichen Bart wieder. Ich entdecke eine Talsperre und mir wird bewusst, dass ich in die Nähe von Sperrgebieten komme. Natürlich nicht im GPS geladen (wann soll ich dort denn schon hinkommen). Also Handschuhe aus, Karte raus, aufgefaltet, meine Position auf Karte gesucht, vermutet und zur Kenntnis gelangt, dass mich der hier wehende Ostwind mich zu sehr auf das Flugbeschränkungsgebiet zuschiebt. Außerdem habe ich seit 5 Stunden nichts mehr getrunken (Trinkflasche steht zu Hause) und auch sonst geht bei mir die Batterie langsam zu ende. Also einen schönen Landeplatz gesucht und am Ortsrand von Bronsfeld neben ein mit Kindern gefülltes Planschbecken auf einer gemähten Wiese gelandet. Große Kinderaugen und ungläubig fragende Erwachsene begrüßen mich und fragen mir Löcher in den Bauch. Irgendwann mache ich mich auf und gehe zu Fuß nach Schleiden um dort von einem Fahrlehrer (der gerade mit einer Motorradfahrschülerin unterwegs war) bis nach Blankenheim mitgenommen zu werden. Dort warten inzwischen Tina und meine Kinder auf mich, die es sich nicht nehmen ließen, mir entgegen zu kommen. Nachdem das obligatorische Döner in Blankenheim gegessen worden ist, geht es - mit einen Schlenker nach Boppard, wo mein Wagen steht (Roland ist um 21.15 Uhr immer noch in der Luft) - nach Hause. Ein genialer Fliegertag!

Ralf, der vor allem gerne fliegt!

 

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