Flug von Armin Harich am 22.04.2013
Flugeigenschaften
Armin Harich
Pilot: Armin Harich
Verein: Pfälzer Gleitschirmclub
Team: Uffdreher
Fluggerät:
Skywalk Chili 3 M  
Geräteklasse:
  GS Sportklasse (bis DHV 1 und 1-2 od.EN/LTF A+B)
Flugaufgabe:
FAI Dreieck  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 12:18 Uhr  -  Bremm Startplatz (SSO-SSW)
Landeplatz: 17:01 Uhr  -  Bremm Landeplatz
Flugzeit: 4:43
Strecke: 76,55 km
Punkte: 474
Höhe min/max (GPS): 90m / 2009m
Steigen min/max: -8,0m/s / 6,5m/s
Geschwindigkeit max: 111,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 34,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 16,2km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 22.04.2013 17:56:05
Flugbericht

Abends checkt ich das Wetter und schrieb für den Montag an meine Flieger Kumpels: „nur NW-lich von Frankfurt Thermik aber schlecht vom Wolkenbild.

Darauf kahm eine WhatsApp Nachricht von den Horst Gresch von den Rhein Mosel Lahnern: „Wir gehen Montag nach Bremm

Komisch, es ist doch schwacher West und kein Süd angekündigt. Aber Horst hat mich überzeugt, das bei wenige Wind Bremm gehen sollte. So steil wie der ist, kann das echt einer der wenigen Hänge für was geschlossenes im Flachland sein.

Beim checken beim XC-Planer ist natürlich Büchel voll im Weg. Ich plane etwas wie ich mich da um die Ecke mogeln könnte.

Also Sonntag abends noch weiter wegschaffen was geht und morgens vor 7.45 Wetter checken. O.K. Es sollte ein kleines Wetterloch geben,zwischen Cirren von NW und Abschirmung im SO. Draußen bei mir ist wie angekündigt alles Grau. Das Satellitenbild zeigt, das Bremm auch noch unter der Schichtbewölkung sitzt.

Wolfgang und Thorsten rufen mich an, also gut probieren wir es halt. Eventuell hat wetter-jetzt.de ja doch recht.

Erst als wir 20km vor Bremm sind, reiß der Himmel endlich auf. Wir sind natürlich wieder mal später als geplant dran.

Jörg Franke steht startbereit da. Der wind perfekt von vorne. Valerij schiebt sich an der Seite raus und dreht auf. Der Frühe Vogel,.... Ich mache mich konsequent startfertig. Valerij verschwindet schon nach Süden zu den nun ausbreitenden Wolken. Es schattet ab. Super.

Nach 5 Minuten Sonne, kommt aber wieder Thermik von vorne. Jörg zeigt, das es trägt. Ich springe hinterher und es geht gemütlich, aber beständig, mit einigen Bartwechseln konstant nach oben.  Jörg fliegt zu viel hin und her, statt es konsequent auszudrehen. Das rächt sich. Wolfgang Freud dreht es konsequent mit.Ich fliege vor zum nächsten kleinen Bergrücken um weiter aufzudrehen. Wolfgang im Schlepptau. Wir müssen den Wolken folgen nach SW.

Jetzt kann endlich mal mein neues Flugfunkgerät (endlich auch sendefähig) zeigen für was es gut ist. Durchflug Büchel ist frei. Super. Also ab unter die Wolkenstraße. Es war eher eine Milchstraße. Diesig ohne Ende.Da ist es schwer, die optimale Route zu sehen. Aber ich treffe sie bestens.

Es läuft zugig nach Westen. Denn der Wind soll später mehr auffrischen aus WSW und ich will da schon ein paar km geflogen sein um ein FAI-Dreieckdraus zu machen.

Da Büchel offen ist, lege ich meine Boje den Wolken folgend nach NW. In der Luft kann ich sehen, das es sogar fast für eine 100er FAI langen könnte.

Mein Gopro habe ich dabei und filme immer wieder. Warte,habe ich den Objektivdeckel schon abgemacht? Natürlich nicht. O.K. dann filme ich halt ab jetzt. Zumindest macht sie auch alle 5 Sekunden ein Foto. Ist ja auch was. Ich wollte doch Bildmaterial für meine Flachlandstreckenflug Vorträge sammeln.

Nach knapp 2 Stunden drehe ich um und versuche mich an Spangeldalem vorbei quer gegen den Wind vor zu kämpfen. Die Basis steigt immer weiter an. Die Wolken werden flacher und es wechselt langsam auf 1:8. Das ist eh mein Wetter. Da es klein Thermikabstand mit klaren Markierungen bedeutet.Das Absaufrisiko schwindet.

Als ich mal im Trimm vom GPS Kurs 11 km/h ablese, bekomme ich doch etwas bedenken. Ups. Aber ich finde gute Linien und gutes Steigen und bleibe im obersten drittel der Arbeitshöhe, obwohl ich konsequent draufhalte.Jeder Wolkenfetzen zieht irgendwo. Was will man mehr. Da interessier mich der Gegenwind nocht so sehr.

Wenn ich vom Lee an die Bärte anfliege, sieht man oft wie man im Windschatten immer schneller wird und dann genau reinfliegt. Perfekt getroffen J.

Mein Sollfartgeber meint halt ständig ich sollte 10-20 km/h schneller fliegen. Ich sollte mal mein Beschleuniger besser einstellen, das ich besser Rolle auf Rolle drücken kann.

Die Polare ist selbst im Flachland zu flach um nicht so viel wie möglich Gas zu geben gegen den Wind.

Über Wittlich sehe ich schon, das es nun schwer werden wird.Das Wolkenbild wird matschiger ohne Untergrenzen bei 1/8. Ich beschließe rechtzeitig meinen Flugstiel noch in guter Höhe auf defensiv umzustellen und dahinzufliegen wo es hochgeht statt gegen den Wind. Mit dem inzwischen ca. 10-20km/h Rückenwind sollte das ja nicht so schwer sein trotzdem Heim zu kommen.Doch die Thermik wir zäh, obwohl das angekündigte Cirrenfeld doch noch gar nicht richtig sichtbar ist. Aber es ist ja schon nach vier. Je höher ich komme,desto inkonsequenter drehe ich das steigen aus du suche halt immer nach besserem steigen unter den Wolken. Aber es ist nichts mehr über 1,5m/sintegriert zu finden. Ich will halt die Zeit nutzen um noch ein paar km mehr zu machen.

Ich gleite zurück zum Startplatz und nehme noch einen Lebart unter der Wolke statt im Luv das bessere Steigen mitzunehmen. Langsam fliegen ist nicht so mein Ding. Das währe aber besser gewesen. Aber man hoff halt immer, irgendwo einen besonderen Bart zu bekommen. Angst abzusaufen habe ich mit meinem Chili M ja nicht wirklich.

Aber das währe sicher besser gewesen noch etwas langsamer zumachen. Dann hätte man das Dreieck noch nach ONO erweitern können.

So lande ich schön unten neben den Landplatz und wir sammeln noch Thorsten wieder ein.

Es war mein bis jetzt größtes FAI-Dreieck im Flachland. 1995 bin ich glaube ich mal 42km FAI geflogen.

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Kommentare
geschrieben von Armin Harich
Armin Harich
Danke, Martin.

Ich muss jetzt erstmal wieder was schaffen. Aber ich halte die Augen offen ob die passenden Tage kommen.
Ich befürchte, ich kann auch zur Mosel Open nicht kommen.

LG; Armin
geschrieben von Armin Harich
Armin Harich
Danke. Achim. Ich habe dich bei meinem Rückflug mit Wolfgang noch am Start gesehen. Ich durfte ja leider nicht landen.

Wenn ich fliegen gehen, versuche ich nach dem Lehrjahr letztes Jahr einfach lieber eine halbe Stunde zu früh da zu sein als zu spät.

Es kommen sicher noch bessere Tage. Ich glaube beim XC-Cup muss ich nun irgendein Handicap bekommen. Evetuell darf ich nur noch am Landeplatz starten.

Toller Hand. Das nächste mal fliegen wir mal zusammen. Du hattest ja auch schon einen sehr tollen Rundflug an der Mosel machen dürfen.

LG; Armin
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Da kann ich nur ehrfürchtig den Hut ziehen,
geile Nummer - da hätte ich keinen Pfifferling drauf gewettet, dass du so ein Ding um Bremm zauberst.
Damit ist der XCCUP in 2013 wohl bereits im April entschieden ... - ein Novum.
Ist ja fast wie mit der deutschen Meisterschaft von Bayern München.

Und wie so oft .... früh starten .... und die Eifel fliegt immer besser.

Wie die Flugbedingungen kurz nach Mittag in Bremm waren, ist inzwischen bestimmt bekannt. Hang über lange Zeit komplett abgeschattet und bis auf wenige Bubbels thermisch tot.
Hätte besser den Nachmittag am Schreibtisch genutzt ...
geschrieben von Martin Pieper
Martin Pieper
Wow, Armin.
Herzlichen Glückwunsch zum SuperFlug. Die Variante hatte ich letzetns auch schon aufm planner. Schön zu sehen das es geht. Bin gespannt mit was Du uns dieses Jahr noch überraschen wirst. Viele Grüße Martin
geschrieben von Armin Harich
Armin Harich
Danke.

Ich sehe gerade, laut Wetter-Jetzt.de Bericht war auch Aufwindnutzbares Therrmik Ende ab 16:00, obwohl noch Wolken da waren. So ungefährt fühlte es sich ja auch an.

LG; Armin
geschrieben von Bernd Weitzel
Bernd Weitzel
Hoch professionell, Super Flug.
geschrieben von Armin Harich
Armin Harich
Danke.
geschrieben von Jochen Stingl
Jochen Stingl
Hi Armin super Flug dicken Glückwunsch
geschrieben von Thorsten Braun
Thorsten Braun
Hammer Flug mein Freund

Du hast einfach das Vogel-Gen