Flug von Dirk Paguyo am 24.04.2010
Flugeigenschaften
Dirk Paguyo
Pilot: Dirk Paguyo
Verein: Drachenflieger-Club Trier
Fluggerät:
Kite  
Geräteklasse:
  HG FAI-1 (Drachen Turm)
Flugaufgabe:
FAI Dreieck  
Flugstatus: (In Wertung)
Startplatz: 14:29 Uhr  -  Neumagen Start (NO-SO)
Landeplatz: 17:05 Uhr  -  Neumagen Landeplatz
Flugzeit: 2:36
Strecke: 37,04 km
Punkte: 148
Höhe min/max (GPS): 124m / 1915m
Steigen min/max: -5,4m/s / 4,6m/s
Geschwindigkeit max: 68,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 36,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 14,2km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 25.04.2010 22:13:05
Flugbericht
Der erste Start war heute ca. 1/2 Std. zu früh. Es ging nur kurz 60m über Start, dann fanden Fredy und ich uns am Landeplatz wieder.

Kurz nach dem zweiten Start konnte ich dann gleich in den blauen Himmel aufsteigen. Ein wirklicher Nachteil bei Blauthermik ist: man weiß nicht, ist man nun oben angekommen oder geht es doch noch höher?

Der Turmlose, den ich oben getroffen habe konnte sich offenbar nicht zum Wegfliegen entscheiden. Für ihn ging es zurück zur Mosel, während ich dank winterlicher Vorbereitung, die Punkte ansteuerte, an denen ich auf Aufwinde zu stoßen hoffte.

So gelange es mir ander Lehmkuhle bei Rivenig einige Meter gut machen. Bei Föhren konnte ich nicht anderes, als mit einigen Kreisen noch einige Meter höher zu steigen.

Nächster Punkt auf meiner mentalen Karte: die Autobahnbrücke bei Schweich. Tatsächlich regte sich schon an den Leehängen an der Mosel was. Einiges Suchen war erforderlich bis es dann wieder reichlich gut nach oben zog.

Dann fing mein Gurtzeug an der Brust zu drücken und ich begang den Fehler, mal eben unter dem Reißverschluss fühlen zu wollen, wo das denn herrührt... Der obere Teil vom Reißverschluss öffnete sich komplett und die ganze Sache wurde noch ungemütlicher. Was tun? So weiterfliegen? Landen gehen? Auf keinen Fall, wo es doch grade so gut lief.

Also habe ich den unteren Teil des Reißverschlusses geöffnet und die Beine rausgestreckt, mich am Trapez hochgeangelt und ins Trapez gestellt. Leider konnte ich immer noch nicht richtig sehen. Den Helm musste ich auch noch hochschieben, um endlich den verfli?#!ten Reißverschluss wieder zu verschließen...

Nach dieser Turnübung ging es für mich weiter in Richtung Trier. Bei zahlreichen Flügen hatten andere Piloten am Höhenzug über Kenn und an der Bundeswehranlage schon oft Anschluss finden können. Hier gelang es auch mir heute wieder nach oben zu kommen.

Distance to take-off waren nun ca. 20km: Reicht mir, ab nach Hause! Ein Dreieck sollte es aber schon werden, also schräg gegen den Wind vorgehalten.

Auf dem Weg zur Mülldeponie mit ihren großen schwarzen Folien konnte ich noch einmal Höhe machen. Zum Glück, denn vor einigen Jahren musste ich hier schon einmal landen. Heute weiß ich auch warum: Der Bart steht nicht über den Folien und auch nicht an der Nordkante davor, sondern noch ein Stück weiter über Fell. Vielleicht geht er von den Leehänge dort aus. Wie auch immer; dort ging es genau so prima hoch wie anschließend über der Kuppe von Mehringen und in der dortigen Moselschleife, so dass ich nun die Heimreise antreten konnte.

Jetzt passierte mir das nächste Malheure: beim Pinkel verhängte sich die Halteschnur meines linke Handschuhe in der Öffnungleine des Reißverschlusses. Das Entfernen dieser Halteleine  muss ich nur noch rechts vornehmen. Im Flug habe ich das beim linken durhc einen beherzten Ruck vogenommen, nachdem ich meine Hand nicht mehr nach vorne zur Basis bekommen habe...!

Über dem Segelflugplatz EDRD hatte ich dann noch so viel Höhe, dass ich kurz überlegte, noch weiter ins Dhrontal hinein, zu den kreisenden Seglern aufzuschließen. Mein Kräftezustand ließ aber den Landeplatz in Neumagen attraktiver erscheinen.

Fazit:
Nicht die Länge der Strecke ist entscheidend, sondern die Erlebnisse dabei und lande nie nach 17.30 Uhr, da um 18 Uhr die Kaffees in Neumagen schließen...(am Samstag!)
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Kommentare
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Vorschlag hört sich gut an. Wenn ich die Wahl habe, fliege ich lieber in der Eifel. Das fliegts und steigt es (fast) immer besser wie an der Moselhängen. Aber an einem grossen Dreieck mit über 40km mit Start und Ziel an der Mosel würde ich gerne mal rumbasteln.. Aber nur an einem Tag wie dem 24.4. mit soooo wenig Wind.
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Nochwas vergessen: hoffentlich kein doof Frage:
Was ist "ÖPNV" ?
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Danke für die Blumen

Aber mal im Ernst: wenn du sooo ein Dreieck fliegen kannst, sollte es nicht wirklich ein Problem sein zwischen Spangadahlem und der luxemburgischen Grenze in die Eifel zu fliegen. Oder über Wittlich, Meerfelder Maar.
Zumal am Samstag sehr, sehr schwacher Wind war. Regional um Ost und maximal 10km/h auch in der Höhe.
.... Oder besser noch einmal um die störende CTR Spangdahlem drumherum.
Das wär doch mal eine echte Herausforderung. Wer es zuerst schafft bekommt eine Kasten Landebier !
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Glückwunsch. Ein schöner Flug und ein netter Flugbericht. Wusste garnicht was man im Trapez unter einem Drachen so alles machen kann... Hoffentlich ist alles gut gegangen...