Flug von Holger Braun am 03.07.2017
Flugeigenschaften
Flugzeit: 6:42
Strecke: 220,25 km
Punkte: 509
Höhe min/max: 96m / 1815m
Steigen min/max: -7,0m/s / 7,0m/s
Geschwindigkeit max: 91,0km/h
Ø Geschwindigkeit: 44,0km/h
Aufgaben-Geschwindigkeit: 32,9km/h
IGC:
GoogleEarth:
Eingereicht am: 04.07.2017 01:14:31
Flugbericht
Um es vorweg zu schicken.....heute hat hygienetechnisch alles gepasst.

Nach den letzten Wochen mit viel Arbeit und dann viel schlechtem Wetter, hab ich seit 3 Tagen auf heute gelunzt. Leider hatte sonst keiner Zeit und nur Christoph wollte es sich überlegen. Und dann diese blöde Windrichtung mit 260 Grad...Meißner oder Harsberg. Kann beides schiefgehen. Hab gerade ne Schreibpause eingelegt. Hatte ich einen Hunger. Also weiter! Ich hab Marco angerufen und nach seiner Einschätzung befragt und mich dann für den Harsberg entschieden. Es war ziemlich West und ziemlich viel Wind. Ich bin dann um kurz nach 9 gestartet und musste nach 2 Stunden landen, weil gar nichts durchzog. Nach 15 Minuten nächster Versuch in eine Ablösung, die passte. Und Zack waren Christoph, der sich doch kurzfristig für fliegen entschied, und ich an der hammerbasis von so 1200 Meter. Ich hatte mir auf der Autofahrt zum Harsberg immer vorgebetet: Geduld, Kurbeln, Geduld, Kurbeln. Diese Psychomanipulation hat Wirkung getan und ich tat wie ich es mir befohlen hatte. Bei viel Wind, unten raus zerrissener Thermik, tiefer Basis und maximal 0,5/8 Wolken in den ersten drei Stunden war das auch richtig so. Der Wind schob schön und trotz defensiver Fliegerei gesellte sich Kilometer zu Kilometer. Dann kam der nächste Dreck: Luftraumraum Leipzig. Nachdem letztes Jahr der Armin meinte, ich soll mich mal besser vorbereiten, dann könne es weit gehen, traf es mich nicht unvorbereitet. Es war trotzdem unangenehm bei so viel Wind vorzuhalten. Christoph und ich entschieden uns für die Südroute. Und wie es so ist.....ich stand eigentlich bei km 70 am Boden. Ich hab echt gekämpft und mich nach 20 Minuten in 150-200 Meter Höhe im Nullschieber wieder hoch geackert. Von nun an ging es immer besser. Die Basis stieg und die thermik war schöner zu kurbeln. Die Bewölkung stieg auf 1/8. Anmerkung: im Abstand von gut 30 km nach Norden Süden Westen und Osten immer 3-4/8 nur christoph und ich immer schön im fast blauen. Leider führte es bei km 100 zum Abschied von christoph. Danke Pilot, es war eigentlich die ersten drei Stunden nur zu zweit möglich, oben zu bleiben. Aber just da christoph gelandet war, begann das Fest. 2/8, zuverlässig, immer hoch, ich konnte sogar mal schick ohne Absaufgefahr beschleunigen. Tolle Gegend! Großartig über die Kohleabbauflächen zu fliegen. Es war einfach die Lufträume zu schonen. Plötzlich standen 190 auf dem Tacho. Geht noch mein erster 200er? Wolken weg. Da vorne noch ein Steinbruch mit viel Wald dahinter. Reicht mir das noch? Ja......aber es ging immer tiefer. Ich war kampfeslustig und tatsächlich zuppelte es. Ich könnte nochmal auf 1300 und flog über Oschatz. Ein emotionaler Moment. Zum einen die Geburtstadt meines Großvaters, die ich mit ihm in den 80ern als Bub jährlich besucht habe (ein Traum nun drüber zu fliegen) und der Tacho sprang auf 200.....Hammergeil! Vor allem, weil es die ersten Stunden echt schwierig war. Ich durfte dann noch einen verlängerten Nullschieber ausfliegen und landete bei 220 km. Ein verrückt-schöner Tag.
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Kommentare
geschrieben von Joachim Krick
Joachim Krick
Deiner genialer Flug ist mir in meinem Urlaub komplett durchgegangen. Umso schöner deinen tollen Bericht zu lesen.
Mein Respekt und Glückwunsch !!!
geschrieben von Holger Braun
Holger Braun
Danke.....Es war aber auch zu krass.......
geschrieben von Simon Kirsch
Simon Kirsch
Holgerrrrr !!!!

Hemmergeiler Flug - SUPERB!!

GRATULIERE - Grüße von der Mosel.
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